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22.03.2017   –  Veröffentlichung
Als gestern die Post kam, bin ich wie ein Flummi durch die Wohnung gehüpft nachdem ich den Umschlag aufgemacht habe Mein Foto von Marie & Robins Hochzeit ist auf dem Cover des „Hochzeitstraum 2017“ vom Wittich Verlag

 

Januar 2017 / Winter Hochzeit im Wilden Mann

Winter Hochzeitsshooting im Wilden Mann

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15.12.2016   –  „Fotografierst du eigentlich auch….?“
Diese Frage kam grade in den letzten Wochen wieder sehr oft. Warum fotografierst du keine Bewerbungsbilder? Kein Akt? Keine Produkte?? Du bist doch Fotograf, du MUSST das doch machen?! Lasst mich euch erzählen, warum ich manches liebe und anderes strikt ablehne. Und nein, es ist keine Arroganz 😉
Ein paar Jahre nachdem ich angefangen habe zu fotografieren, habe ich alles gemacht, angefangen mit Portraits, Tierfotos, hier und da mal Landschaft und Natur, Pass- und Bewerbungsbilder und auch mal Räumlichkeiten, hier mal Produkte und auch durch Aktfotos habe ich mich gequält. Ich dachte Fotograf ist gleich Fotograf und man MUSS es jedem Recht machen und alles abdecken.
Dann durch die Fachoberschule/Gestaltung kamen neue Eindrücke. Plötzlich musste alles „Kunst“ sein, es musste inszeniert sein, es musste alles wahnsinnig durchdacht und konzipiert sein. Das hatte mir den Spaß an der Sache genommen, und ich wollte damals die Fotografie aus diesem Grund nicht als Beruf weiter machen. Ich hatte mit vielen Leuten aus der Branche gesprochen, aber irgendwie fühle ich mich da immer unverstanden und fehl am Platz. Es waren nicht die Bilder für die ich „brennen“ konnte.
Ich wollte mit meinen Bildern keine Produkte verkaufen, ich wollte keine „abgehobene Kunst“ schaffen, ich wollte Bilder die Leute glücklich machen, Bilder die wichtig sind, die die man sich dort hinstellt wo man sie möglichst oft sehen kann, die die man niemals hergeben möchte! Der erste kleine Schritt war, dass ich mir gesagt habe, ich fotografiere nur noch Menschen.
Das war schon mal ein Anfang, näher zu dem was ich wirklich mag. Aber wenn jemand nach Pass- oder Bewerbungsbildern fragte, kam bei mir niemals große Begeisterung auf. Portraits waren toll, ja! Aber wenn ein Familienshooting mit Kindern anstand, oder ein liebes Pärchen auf dem Plan stand, freute ich mich hingegen schon den ganzen Tag auf den Termin, und konnte es kaum abwarten.
Ich will immer hundert Prozent und mein bestes geben, aber ich habe gemerkt dass ich es nur kann wenn es mir persönlich wichtig ist und ich mit vollem Herz dahinter stehe und es mit absoluter Begeisterung mache. Ich musste meinem Herzen folgen und auch Aufträge ablehnen und mehr um das kämpfen was ich wollte. Was mir Spaß macht und was ich aus vollster Überzeugung mache! Hochzeiten! Kinderbilder! Familien!
Ich wusste diese Arbeit war wichtig. Die Familie würde in ein paar Jahren die Fotos in die Hand nehmen, und lächeln. Sich an den Tag zurück erinnern, an die wundervolle Hochzeit, als die Kinder noch viel kleiner waren, oder als man noch so wahnsinnig frisch verliebt war, wie wundervoll chaotisch und ahnungslos man sich die Zukunft ausgemalt hatte, oder damals, als vielleicht noch jemand dabei war der nicht mehr da ist… Bilder aus dem Leben und voller Liebe.
Und das sind die Bilder die ich liebe

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30.11.2016 Die Sache mit dem „sich melden und treffen“

Seit früh morgens sitze ich am Computer und bin fleißig am arbeiten. Die meistens Weihnachtsshootings sind so langsam fertig bearbeitet und meine To Do Liste für dieses Jahr wird immer kürzer… Heute mache ich ein wenig früher Feierabend um eine alte Freundin zu treffen. Das kommt bei mir immer zu kurz, man trifft sich, verspricht sich das nächste mal mit weniger langem Abstand wieder zu sehen und ehe man sich versieht ist schon wieder ein halbes Jahr vergangen. Ich muss zugeben, dass passiert mir viel zu häufig. Ich will es jedes mal anders machen, aber immer kommt das Leben und die Arbeit dazwischen. Kennt ihr das?

Ich bin so eine die viel lieber bei einem Käffchen nett zusammensitzt und vor lauter schwätzen die Zeit vergisst, als dass ich mich täglich über whats app melde. Irgendwie schaffe ich es ja doch nicht. Da bin ich wirklich ein wenig altmodisch. Ich verschicke sogar manchmal Postkarten und Briefe! Weil ich es einfach schön und viel persönlicher finde. Und weil Karten nicht versehntlich verloren gehen, wenn das Handy kaputt geht. Weil man sie Jahre später wieder findet und sich nocheinmal darüber freut.

Ich werde mir sobald alle Shootings abgeschlossen sind die Tage vor Weihnachten frei nehmen und die Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Auf Weihnachtsmärkte gehen. Kuchen und Plätzchen essen. Bummeln gehen mit meiner Schwester. Mich bei Freunden melden, die ich schon wieder viel zu lange nicht gesehen hab

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19.10.2016 Geschwisterliebe

Ich habe unendlich großes Glück, dass meine Mama und meine Oma früher wie verrückt fotografiert haben und ich so viele Bilder aus meiner Kindheit habe, von mir und mit meiner Schwester zusammen. Wenn ich so die alten Alben durchblätter erinnere ich mich an so viele Dinge, Urlaube und Geburtstage die vielleicht sonst völlig in vergessenheit geraten wären. Danke Mama! Fotos kann es einfach nie genug geben!Ich finde es auch sehr wichtig die Fotos nicht nur auf den Festplatten rumgeistern zu lassen, und sie im schlimmsten Fall dort verloren gehen, wenn die Technik versagt. Ich persönlich versuche die wichtigsten Dinge immer als Fotobuch drucken zu lassen, einfach weil man dann etwas in der Hand hat. Man kann es Freunden und der Familie einfach in die Hände drücken, an schönen Nachmittagen, man kann blättern und anfassen, und man hat es einfach „sicher“

Passt gut auf eure Fotos auf, je älter sie werden desto wertvoller sind sie, denn diese Momente kommen einfach niemals zurück.

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18.09.2016 „…wie kamst du eigentlich zum fotografieren?“

Diese Frage wurde mir in der letzten Zeit sehr oft gestellt, und darum dachte ich, ich erzähle es euch einfach mal von Anfang an.

Wie es bei den meisten Fotografie begeisterten Menschen so ist, bekam man irgendwann eine Kamera in die Hand gedrückt und konnte sie dann nie wieder loslassen. Bei mir war es Papa, er kaufte sich seine erste Digitale Spiegelreflex Kamera und sah sie dann eigentlich nicht wieder. Damals war ich um die 12 Jahre alt. Meine Schwester und meine Freundinnen mussten anfangs oft herhalten, wenn ich wieder Dinge ausprobieren wollte. Ich fotografierte meine Klassenkameradinnen, und irgendwann deren Freunde, und deren Geschwister, und deren Freunde…

Die alte Scheune wurde zum Fotostudio umfunktioniert, ich erstellte mir eine Homepage und hatte die ersten kleinen Erfolge als meine Bilder bei Wettbewerben veröffentlicht wurden. Nach der Realschule ging ich nach Fulda um mein Fachabi im Bereich Gestaltung zu machen. Dort fühlte ich mich erst mal ziemlich klein, da plötzlich alle besser zeichnen konnten als ich und ja sooo viel kreativer waren. Ich dachte ich könnte da niemals mithalten… Damals war ich auch noch unendlich (wirklich unendlich) schüchtern, was mir auch ständig im Weg stand. Das Fachabi hat wirklich Spaß gemacht und ich habe sehr viel gelernt. Ich überlegte danach die Fotografie zu lernen oder zu studieren, aber nachdem ich verschiedene Praktika in Frankfurt und Darmstadt gemacht habe, wusste ich ganz sicher, dass ich nicht in so einer großen Stadt leben wollte, und hier auf dem Lande ist ja bekanntlich nichts los. Und später Selbständig zu sein, konnte ich mir eigentlich nicht vorstellen, da hatte ich zu viel Angst vor der Verantwortung und vor dem was schiefgehen kann.

Plötzlich ging alles drunter und drüber. Vor lauter Praktikum und Fototerminen hatte ich auf einmal den Zeitdruck im Nacken eine Ausbildung zu finden, die Trennung meiner Eltern und der Umzug, alles ziemlich zeitgleich. Ich landetet in Fulda, begann meine Ausbildung als Hotelfachfrau und wusste nach ungefähr zwei Wochen, dass diese Ausbildung die falsche Entscheidung war. Drei Jahre und viele Tränen später beendete ich meine Ausbildung erfolgreich, und habe gemerkt dass ich immerhin was fürs Leben gelernt habe.

Und dann war mir klar: Jetzt bin ich dran, es ist mein Leben. Ich warf die Angst über Bord, kaufte mir meinen Bulli, begann wieder zu fotografieren, und machte nur noch das, was sich für mich richtig anfühlte. Das ist nun drei Jahre her. Das Leben ist einfach zu schön und zu kurz um 40 Stunden in der Woche einen Job zu machen, der mir keinen Spaß macht. Bei dem man ständig auf die Uhr schaut und hofft dass man bald nach Hause kann. Jetzt arbeite ich, grade in der Hauptsaison, oft mehr als 40 Stunden, aber da es genau mein Ding ist, vergesse ich oft die Zeit und bin abends glücklich und zufrieden mit dem was ich getan habe.

Zusammengefasst: Ich habe die Fotografie weder Studiert noch klassisch gelernt, habe die Grundlagen aus der Schule und in dem Jahr Praktikum, und mir eigentlich das meiste selber beigebracht, durch nächtelanges Lesen, Videos schauen und Workshops. Ohne viel, viel Ehrgeiz wäre das auch nicht gegangen. Ich habe immer wieder ausprobiert, habe ganz viel nach Bauchgefühl gemacht, oft haben die Sachen funktioniert und wenn mal was schiefging habe ich daraus gelernt.

Es war kein gradliniger Weg, aber ich bin derzeit genau da wo ich hingehöre und wo ich mich einfach wohlfühle. Ich habe noch lange nicht ausgelernt und bin einfach gespannt was das Leben noch alles bringen wird.

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02.09.2016 Hallöchen ihr Lieben,

Momentan hört ihr wirklich ein bisschen wenig von mir, aber dass liegt daran dass grade noch absolute Hauptsaison ist, der August fast immer der vollste Monat überhaupt ist und ich wieder mal viel zu viel Arbeite. Wer mich kennt weiß wie leicht ich alles andere um mich herum vergesse, wenn ich Spaß am meiner Arbeit habe! ;D Da bin ich froh wenn ich dann jemanden habe der sagt „Du wirst zickig, hast du schon was gegessen?“ Oder „Jetzt macht mal nen Punkt, jetzt ist Freizeit angesagt“

So kam es auch dass ich letzte Woche den kürzesten Camping Trip überhaupt gemacht habe, Abends um halb Acht noch an den See gefahren und um Fünf Uhr morgens sind wir schon wieder vom Camping Platz gerollt…ABER Eine Nacht mehr im Bus, und ein paar Stunden wie Urlaub zwischendrin, dafür liebe ich meinen Bulli <3 Es geht doch alles wenn man flexibel ist 😉

Nachher fahre ich nach Mainz, da dort morgen eine ganz ganz besondere Hochzeit stattfindet und ich schon voller Vorfreude bin <3 Vorfreude heißt bei mir, dass ich schon ganz hibbelig und grinsend im Flummie-Modus durch die Gegend hüpfe 😀

So ihr Lieben, nun wünsche ich euch ein schönes Wochenende und genießt die Zeit <3
Eure Alina

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05.04.2016: Veröffentlichung im Braut Magazin!!! Juhuu meine Bilder von der Hochzeit mit Tammy&Basti wurden abgedruckt, ich freue mich sooo sehr!!!

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